Geschichte

Wegstrecken

Als Reaktion auf die Zuspitzung der Situation von nach Berlin geflüchteten Menschen hat das Internationale JugendKunst- und Kulturhaus „Schlesische27“ sich im Winter 2013 entschlossen für fünf junge westafrikanische Männer ein „Kälteobdach“ in den Räumlichkeiten der Einrichtung in Berlin-Kreuzberg (www.schlesische27.de) einzurichten. Malik, Moussa, Saidou, Maiga und Ali haben bald darauf mit dem Produktdesigner Sebastian Daeschle erste Möbel gebaut, um ihr Zimmer einzurichten.
Das war der Anfang von CUCULA.

Maiga, Moussa, Ali, Saidou und Malik stammen aus Niger und Mali. Ihre Heimatländer haben sie schon vor vielen Jahren verlassen – Gewalttätige Konflikte, Hunger und Perspektivlosigkeit haben sie vertrieben.

In Libyen haben sie gearbeitet, bis 2011 auch da der Krieg ausbrach, und sie von der Gaddafi-Regierung gezwungen wurden, auf lebensgefährlichen Bootsfahrten nach Italien überzusetzen. Sie hatten Glück und haben die gefährliche Überfahrt überlebt. Auf Lampedusa sind sie regelrecht gestrandet.

In Italien angekommen, waren sie der Obdachlosigkeit ausgesetzt, eine Chance auf eine Arbeitsstelle gab es nicht. Sie sind weitergezogen, haben Berlin erreicht und suchen nun nach Möglichkeiten, selber für ihre Zukunft, für ihre weitere Bildung und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Ohne legalen Aufenthalt und ohne Arbeitserlaubnis sind sie jedoch auch hier der Passivität ausgesetzt. Hier setzt CUCULA an.